Als 20 000. Patient an der Herz-Lungen-Maschine
Hubert Wilde aus Peine erholte sich nach der Herzoperation in der Kirchberg-Klinik

Von Karl Heinz Bleß

Kathrin Suck, Hubert Wilde, CA Dr. Ernst KnoglingerEr war der 20 000. Patient, der seit 1988 während einer Herzoperation in Braunschweig an der Herz-Lungen- Maschine hing. Zur Reha war er von Ende Juni bis Mitte Juli 2009 in der Kirchberg-Klinik und war ganz begeistert von seinem Aufenthalt: Hubert Wilde aus Peine.

Vier Wochen war es her, dass der 74-jährige am offenen Herzen operiert worden war, als er seine Sachen in Bad Lauterberg packte. Bei einem chirurgischen Eingriff hatte er eine künstliche Herzklappe und einen Bypass erhalten, wie er erzählte. Der rüstige Rentner war vorher sonst in guter körperlicher Kondition, nur eben das Herz machte Schwierigkeiten. Bei einer Operation am offenen Herzen darf das Herz nicht schlagen, weil die pulsierende Bewegung das Annähen der Herzklappe im Herzen nur schwer möglich machen würde. Deshalb übernimmt während der Operation die Herz-Lungen-Maschine die Aufgabe von Herz und Lunge. Das Blut wird in einem gleichmäßigen Strom durch den Kreislauf gepumpt. Erst wenn das Herz wieder verschlossen ist, darf es wieder schlagen.

Solche Herzoperationen sind inzwischen zur Routine geworden. Eine Woche war Hubert Wilde nach dem Eingriff noch im Braunschweiger Klinikum, dann kam er in die medizinische Abteilung der Kirchberg-Klinik. Eine Woche später ging die Rehabilitation los. Langsam wurde das Training gesteigert, die Belastung des Körpers erhöht. Hubert Wilde staunte selbst, wie schnell er sich erholte.

„Ich fühle mich wieder fit, morgen geht es nach Hause“, berichtete er fast schon euphorisch. Obwohl er sich in der Bad Lauterberger Reha-Klinik sehr gut aufgehoben und wohl fühlte, freute er sich doch, wieder nach Peine zu kommen. „Die Wege rund um die Klinik kenne ich auch schon. Und zu Hause zu sein, ist doch etwas anderes“, sagte er in einem Gespräch.


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