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Kurse
für Angehörige: Erste Hilfe Ein Mensch ist zusammengebrochen. Was kann der Laie tun? Die Angst, etwas falsch zu machen, ist groß – aber unberechtigt. Der größtmögliche Fehler ist es, nichts zu tun. Denn wenn Atmung und Kreislauf zum Erliegen kommen, gibt es nur einen Fehler, den man machen kann: nicht mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen. Was durch beherzte Maßnahmen beim Atem-, Herz- und Kreislaufstillstand in den ersten Minuten – vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes – nicht stabilisiert wird, ist später durch nichts und niemanden wieder aufzuholen. Pro vertaner Minute ohne HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung) gehen zehn Prozent der Gehirnzellen unwiederbringlich verloren. Ein sofortiger Notruf über die 112 mit dem Hinweis auf eine bewusstlose Person ohne Atmung ist möglichst parallel durch gerufene (lauter Hilfeschrei) weiterer Helfer zu tätigen. Aufgeregten Mitmenschen sollte man mit auf den Weg geben, wo sie das nächste Telefon oder Handy finden, damit sie die Notrufnummer 112 anwählen können. Zwei
Mal im Monat finden deshalb in der Kirchberg-Klinik Vorführungen
der HLW für Angehörige und Patienten statt. Die
Rettungsassistenten Denis Boger und Daniel Schwarz zeigen in den
einstündigen Seminaren, die meist samstags ab 14 Uhr im
Seminarraum stattfinden, was zu tun ist, wenn man einen bewusstlosen
Menschen findet. Wie legt man einen Verletzten in die stablile
Seitenlage, wenn er noch ausreichend atmet? Detailliert erläutern die Referenten, wie es zu einem Atem- und Herz-Kreislauf-Stillstand kommt und wie man optimale Hilfe durch Herz-Druck-Massage und Atemspende leisten kann. Sechs bis 20 Angehörige nehmen an diesen Kursen teil. Einige generelle Tipps: Die Hausnummer sollte übrigens gut zu erkennen sein, damit der Rettungswagen auch nachts ohne Zeitverlust den Notfallort finden kann. Schauen Sie gleich nach und treten Sie auch Nachbarn, Freunden, Bekannten und Verwandten auf die Füße, wenn Sie dort Mängel erkennen. Im Notfall zählt oft jede Minute und entscheidet maßgeblich über die weitere Lebensqualität der Betroffenen! Egal ob Unfall, Knochenbruch, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch deshalb ein weiterer Hinweis: Machen Sie Einsatzfahrzeugen im Straßenverkehr ordentlich Platz und helfen Sie so, dass die Rettungsmannschaften schnellstmöglich zum Patienten kommen! Warten Sie generell bei Notfällen nicht unnötig mit dem Notruf (beim Herzinfarkt warten Betroffene im Schnitt tagsüber 150 und nachts sogar 220 Minuten, bis sie Hilfe rufen)! Lieber einmal zu oft rufen, als wichtige Zeit verlieren.
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