
| Öle und
Fette in
der Küche – was wozu?
Ohne Fett geht es nicht in der Ernährung, aber zu viel ist ungesund. Und dann gibt es gesättigte Fettsäuren, ungesättigte Fettsäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Margarine, Butter und Pflanzenöle. Was ist wofür geeignet? Unsere Diätassistentin Gerlinde Wüstefeld hat die wichtigsten Informationen zusammengetragen. Fette in der herzgesunden Ernährung
Pflanzliche
Fette
sind in der Regel gesundheitsförderlicher als tierische.
Als Koch- und Bratfett ist gut erhitzbares Pflanzenöl in kleinen Mengen das richtige Maß. Welches Fett zu welchem Zweck?
Auch Pflanzenöle mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind zur Hocherhitzung nicht geeignet. Durch hohe Temperaturen werden sie wegen ihrer starken Reaktion schnell verändert und ihre wertvollen ernährungsphysiologischen Eigenschaften gehen verloren. Sie sind eigentlich für die kalte Küche gedacht, etwa zur Zubereitung von Salaten. Gleiches gilt auch für kaltgepresste Öle, unabhängig von ihrem Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie enthalten noch viele Begleitstoffe aus dem Fruchtfleisch oder den Samen ihrer Ursprungspflanzen und typische Geschmackskomponenten. Bei Erhitzung verändern sie ihre Natur vollständig und können sogar durch Umsetzungsprozesse unangenehm in Geruch und Geschmack werden. Als Brat- und Fritierfett, die hohen Temperatureinwirkungen unterliegen, eignen sich nur Pflanzenfette und Öle mit wenig ungesättigten Fettsäuren, nur sie sind wirklich hitzestabil. Ist kaltgepresstes Pflanzenöl gesünder als raffiniertes Pflanzenöl?
Bei der
Kaltpressung
werden die Öle bis maximal 40°C (= Reibungswärme beim
Pressen)
erhitzt. Vitamin E, ungesättigte Fettsäuren und der typische
Geschmack und Geruch werden dadurch kaum beeinträchtigt.
Bei der Warmpressung bzw. Raffination werden die unerwünschten Stoffe, auch kratzend schmeckende Fettsäuren, nahezu ganz entfernt. Raffiniertes Öl hat außerdem den Vorteil, dass es nicht so schnell verdirbt wie kaltgepresstes Öl. Es trägt ebenso gut zur Versorgung mit ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E bei, auch wenn eine geringe Menge Vitamin E bei der Raffination verloren geht. Diese Verluste werden am Ende des Herstellungsprozesses durch Zusatz von Vitamin E wieder ausgeglichen. Infolge
natürlicher
Schwankungen der Fettsäurezusammensetzung der Ölsaaten (z.B.
durch Klima, Bodenbeschaffenheit) ist es möglich, dass ein
raffiniertes
Öl einen höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren
(z.B. Linolsäure) hat, als ein
kaltgepresstes Öl der gleichen
Sorte. Rezept:
"Vinaigrette" – klare Salatsauce
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