Titel Herz-Club-Magazin

Grippeschutz für Herzkranke

Von Dr. Barbara Bialucha

Jedes Jahr im Herbst stellt sich wieder die Frage: Soll man sich als Herzkranker gegen Grippe impfen lassen? Dazu lauten die Empfehlungen der ständigen Impfkommission: Auf jeden Fall!

Onkel Fritz aus Wilhelm Busch hat hohes FieberGerade Menschen über 60 mit Herzerkrankungen können durch eine Virusgrippe schwer erkranken. Zusätzliche Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenerkrankungen erhöhen das Risiko noch weiter.

Leider kann man nach Ausbruch der Grippe selbst mit modernsten Therapien nur die Beschwerden lindern, schwere Komplikationen und sogar Todesfälle können nicht immer verhindert werden.

Was macht die „Influenza“, die nicht mit einem Infekt der oberen Luftwege, m
t Schnupfen und Bronchitis verwechselt werden darf, so gefährlich?

Zum einen verläuft die Grippe selbst manchmal schwer mit hohem Fieber, besonders bedrohlich kann aber eine zusätzlich auftretende Lungenentzündung werden. Hier sind ganz besonders Patienten mit Herzklappenfehlern, koronarer Herzkrankheit und Asthmatiker gefährdet. Außerdem erholen sich viele Patienten nach einer schweren Grippe auch nur sehr langsam, oft dauert es bis zu zwei Monate, bis die gewohnte Leistungsfähigkeit wieder da ist.

Da der Impfschutz nur sechs bis acht Monate anhält und außerdem jedes Jahr veränderte Viren auftreten, muss man sich jedes Jahr mit dem angepassten Impfstoff erneut impfen lassen, bevorzugt von September bis November.

Also: Rechtzeitig impfen lassen! Eine Marcumartherapie ist übrigens kein Hinderungsgrund! Als einzige Gegenanzeige gilt eine Hühnereiweißallergie. Wer also unter dieser Allergieart leidet, sollte auf die Grippeschutzimpfung verzichten.

Die Kosten werden von allen Krankenkassen übernommen.
 

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