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Lungenkrebs
ist bisher selten heilbar
Ärztefortbildung
in der Kirchberg-Klinik Von
Karl
Heinz Bleß Um
neue Erkenntnisse bei der Therapie von Lungenkrebs ging es Mitte Mai
2005 bei einer Ärztefortbildung in der Kirchberg-Klinik. Chefarzt Dr. Ernst
Knoglinger hatte gleich vier Referenten zu diesem Thema
eingeladen: Dr. Michael
Hamm aus dem Lungenzentrum Diekholzen, Professor Dr. Bernhard Wörmann
und Dr.
Matthias Richter aus dem Klinikum Braunschweig sowie Professor Dr. Frank Griesinger
von der Universitätsklinik Göttingen. Aus dem Kreis der
Referenten war erst
kürzlich ein Netzwerk von Ärzten gegründet worden, die
sich für die Region
Südniedersachsen besonders mit der Lungenkrebs-Behandlung
beschäftigen.
Chefarzt
Dr. Ernst Knoglinger (l.) mit den Referenten: Professor Bernhard
Wörmann, Dr. Matthias Richter, Dr. Michael Hamm und Professor
Frank Griesinger Professor
Griesinger aus Göttingen stellte verschiedene Forschungsergebnisse
zur
Krebsbehandlung vor. Dabei wurde deutlich, dass eine Chemotherapie vor
einer
Operation durchaus sinnvoll ist, denn damit könne die Ausweitung
des Tumors
gestoppt und häufig auch der Tumor verkleinert werden. Bei
Patienten, die auf
eine Chemotherapie ansprachen, war die anschließende Operation
besonders
erfolgreich. Doch insgesamt sei die Heilungschance bei Lungenkrebs im
fortgeschrittenen Stadium immer noch gering. Da gebe es noch viel zu
forschen.
Und die Zigarettenindustrie sorge dafür, dass das Thema
Lungenkrebs weiterhin ein
dringendes Forschungsgebiet bleibe. Professor
Wörmann aus Braunschweig stellte neue Medikamente vor, die bei der
Chemotherapie eingesetzt werden können und größere
Erfolge versprechen. Er
erläuterte, wie sich bei zum Beispiel bei Rauchern Zellen
verändern und
Metastasen bilden können, wenn sie im Körper dafür „ein
günstiges Umfeld“
finden. Der
Wissenschaftler erläuterte die Wirkungsweise der neuen Medikamente
und machte
auch auf verschiedene Kombinationen aufmerksam, die auf sehr
unterschiedliche
Art wirken. Je nach weiteren Krankheiten des Patienten sollten die
Kombinationen sehr genau ausgewählt werden. Viele
der vorgestellten Medikamente sind noch nicht in Deutschland
zugelassen, stehen
aber kurz vor der Zulassung. Bisher werden sie aber erfolgreich in der
klinischen Forschung eingesetzt.
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