Ärztenetzwerk gegen den Lungenkrebs –
es gibt noch viel zu forschen

Um neue Erkenntnisse bei der Behandlung von Lungenkrebs ging es Mitte Mai bei einer Ärzte-Fortbildung in der Kirchberg-Klinik, zu der Chefarzt Dr. Ernst Knoglinger eingeladen hatte. Das Hauptproblem: weil die Betroffenen zunächst keine oder kaum Beschwerden haben, wird der Krebs oft erst sehr spät erkannt.

Die besten Heilungschancen bestehen im frühen Stadium, wenn durch eine Operation der Tumor ohne Rest beseitigt werden kann, noch bevor Tochtergeschwülste (Metastasen) gestreut wurden. In den mittleren Krankheitsstadien kombiniert man die Operation mit Bestrahlung und Chemotherapie. Das führt fast immer zunächst zu einer Rückbildung des Tumors, aber noch viel zu häufig wächst der Krebs wieder nach oder es bilden sich Tochtergeschwülste in anderen Organen.

Im fortgeschrittenen Stadium ist eine vollständige Heilung auch heute nur in Ausnahmefällen möglich. Hier werden neue Medikamente zur Chemotherapie erforscht, die Verbesserungen versprechen, aber ein Durchbruch ist noch nicht in Sicht.

Dr. Matthias RichterWichtig ist die Zusammenarbeit von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen, deshalb trugen gleich vier Ärzte aus verschiedenen Kliniken die neuesten Forschungsergebnisse in Bad Lauterberg vor: Lungenfacharzt Dr. Michael Hamm aus dem Lungenzentrum Diekholzen, Krebsspezialist Professor Dr. Bernhard Wörmann und Lungenchirurg Dr. Matthias Richter aus dem Klinikum Braunschweig sowie Lungenfacharzt Professor Dr. Frank Griesinger von der Universitätsklinik Göttingen. Aus dem Kreis der Referenten war erst kürzlich ein Netzwerk von Ärzten gegründet worden, die sich für die Region Südniedersachsen besonders mit der Lungenkrebs-Behandlung beschäftigen.

Durch geregelte Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch will man hier die Behandlung für die Patienten unserer Region verbessern. Über eines sind sich alle Experten einig: Krebsverhütung ist viel wirksamer als Krebsbehandlung. Beim Thema Lungenkrebs bedeutet das: Nichtraucher werden und Nichtraucher bleiben, denn fast neun von zehn Lungenkrebsfälle sind durch Zigarettenrauchen verursacht.

Ein weiterer Bericht hier!


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