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Ärztenetzwerk
gegen den Lungenkrebs – Um neue Erkenntnisse bei der
Behandlung von Lungenkrebs ging es Mitte Mai bei einer
Ärzte-Fortbildung in der Kirchberg-Klinik, zu der Chefarzt Dr.
Ernst Knoglinger eingeladen hatte. Das Hauptproblem: weil die
Betroffenen zunächst keine oder kaum Beschwerden haben, wird der
Krebs oft erst sehr spät erkannt. Die besten Heilungschancen bestehen
im frühen Stadium, wenn durch eine Operation der Tumor ohne Rest
beseitigt werden kann, noch bevor Tochtergeschwülste (Metastasen)
gestreut wurden. In den mittleren Krankheitsstadien kombiniert man die
Operation mit Bestrahlung und Chemotherapie. Das führt fast immer
zunächst zu einer Rückbildung des Tumors, aber noch viel zu
häufig wächst der Krebs wieder nach oder es bilden sich
Tochtergeschwülste in anderen Organen. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine
vollständige Heilung auch heute nur in Ausnahmefällen
möglich. Hier werden neue Medikamente zur Chemotherapie erforscht,
die Verbesserungen versprechen, aber ein Durchbruch ist noch nicht in
Sicht.
Durch geregelte Zusammenarbeit und
Erfahrungsaustausch will man hier die Behandlung für die Patienten
unserer Region verbessern. Über eines sind sich alle Experten
einig: Krebsverhütung ist viel wirksamer als Krebsbehandlung. Beim
Thema Lungenkrebs bedeutet das: Nichtraucher werden und Nichtraucher
bleiben, denn fast neun von zehn Lungenkrebsfälle sind durch
Zigarettenrauchen verursacht.
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