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Glimmstengel loswerden – rauchfrei leben! Das Rauchen ist einer der größten
Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So bekommen
Raucher entschieden häufiger Herz-Kreislaufbeschwerden bis hin zu
Herzinfarkt und Schlaganfall. Allein deswegen ist es wichtig, ganz mit
dem Rauchen aufzuhören.Aber wie? Es ist leichter gesagt als getan. Beneidenswert sind die Menschen, die von einem auf den anderen Tag einfach aufgehört haben. Das ist nicht die Regel. Aber mit der richtigen Einstellung und der richtigen Methode kann es jeder schaffen. Kampf an zwei Fronten Raucher kämpfen beim Aufhören an zwei Fronten: gegen die körperliche Abhängigkeit und die psychische Abhängigkeit. Die giftigen Stoffe im Zigarettenrauch lösen eine körperliche Reaktion aus: der Körper bekämpft das Gift – wenn auch nur bedingt erfolgreich. Kommt kein Nikotin mehr über die Lunge ins Blut, muss sich der Körper erst daran gewöhnen, dass kein Gift mehr kommt. Das dauert eine Weile. Es kann vorübergehend zu Entzugserscheinungen kommen. Doch zum Nichtraucher zu werden ist vor allem eine Arbeit im Kopf. Raucher müssen ihre Gewohnheiten ändern, das Leben als Nichtraucher wieder einüben. Dabei ist ein eventueller Rückfall nur eine verlorene Schlacht, kein verlorener Krieg. Durch das Nachdenken und Lernen steigen mit jedem Aufhörversuch die Chancen. Über die Wege des Aufhörens gibt es sehr unterschiedliche Erfahrungen und teils sehr feste Überzeugungen über „die einzig wahre Methode“. Da entbrennen manchmal richtige „Glaubenskriege“. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass auf lange Sicht alle Methoden erfolgreich sein können. Jeder muss seinen Weg finden. Vernünftigstes Ziel ist nach wie vor die Totalabstinenz, weil damit das Risiko tabakverursachter Schäden am kleinsten ist. Nur wer dieses Ziel absolut nicht erreichen kann, sollte versuchen, dauerhaft mit einem geringen Tabakkonsum auszukommen. Gruppentherapien gelten als die erfolgreichsten Hilfen zur Raucherentwöhnung. Innerhalb der medikamentösen Therapieansätze wird derzeit dem Nikotinersatz die höchste Wirksamkeit zugesprochen. Übrigens: Keine der Entwöhnungshilfen kann die eigene Motivation und Anstrengung ersetzen. Sie können sie nur wirkungsvoll unterstützen. Wer eine solche Hilfe für sich annimmt, hat im Erfolgsfall trotzdem eine hohe Eigenleistung vollbracht, auf die er stolz sein kann! Vom Zigarettenrauchen zu einer anderen Konsumart zu wechseln, beispielsweise nur noch Pfeife zu rauchen, ist keine Lösung. Anderer „Tabakgenuss“ ist ebenfalls schädlich, es verlagern sich zum Teil nur die Schwerpunkte der Gesundheitsschädigung. Bevor es losgehtZu Beginn sollte man sein Rauchverhalten beobachten: Wann rauche ich warum? Oder auch: Warum bin ich rückfällig geworden? Was werde ich tun, wenn der Suchtdruck kommt? Das hilft für die Zeit des Nikotinentzugs und beim Verlernen des Rauchverhaltens. Es hilft Versuchungssituationen und Rückfälle zu bewältigen sowie langfristig Rückfällen vorzubeugen. Allerlei Tipps Machen Sie sich eine Liste von Strategien, um sich abzulenken und Stress anders zu bewältigen. Kein Trick zur Überwindung des momentanen Rauchverlangens kann zu seltsam sein. Raucher handeln ja auch nicht logisch! Keine Suchtverlagerung! Nur bitte keine Suchtverlagerung! Nicht stattdessen mehr essen. Wer einer Gewichtszunahme gleich vorbeugt, dem passiert nichts, und es gibt einen Rückfallgrund weniger. Die tägliche Kalorienzufuhr kann gleich etwas gemindert werden, weil im Stoffwechsel des Exrauchers zunächst weniger verbrannt wird. Bei Naschlust halten Sie am besten harmlose Alternativen parat. Gut wäre einfach ein Schluck Wasser oder ein Kaugummi. „Was kann ich jetzt tun, anstelle zu rauchen?“ Es ist gut, wenn Sie schon vorher Alternativen und Ideen gesammelt haben, wie Sie sich ablenken. Wenn Sie wollen, motivieren Sie sich mit abschreckenden Konsequenzen des Weiterrauchens. Oder vielleicht lieber mit attraktiven Bildern des Nichtraucherlebens? Malen Sie sich seine Vorzüge plastisch aus: Das alles wartet auf mich! Nicht mehr zu rauchen trägt seine Belohnung zwar schon in sich, aber wenn Sie wollen, belohnen Sie sich zusätzlich mit etwas Angenehmem. Sie haben es verdient und können es sich dank des eingesparten Geldes problemlos erlauben. Viele haben insgeheim Angst vor dem endgültigen Aufhören und halten mitunter lange an einigen Zigaretten täglich fest. Aber: Der Entzug ist meistens halb so schlimm. Und Sie haben im Leben doch schon ganz andere Sachen bewältigt! Von allen, die den Absprung gewagt haben, hat es kein einziger bereut. Den Menschen, die nie geraucht haben, fehlt ja auch nichts. Viele Wirkungen der Zigarette sind keine echten – wir haben sie ihr nur zugeschrieben. Wer aufhört zu rauchen, leistet keinen Verzicht, sondern erlebt es später als Befreiungsschlag! Wenn Sie sich entschieden haben, durch den Entzug durchzugehen, egal, wie er ist (manchmal sogar überraschend einfach), kann eigentlich nichts schief gehen. Eventuelle Beschwerden gehören halt dazu, irgendwann sind sie vorüber – und fertig. Selbst die psychischen Abhängigkeiten lösen sich mit der Zeit auf. Dennoch ein „Notfallkoffer“ für die Zukunft: Schließen Sie einen Vertrag mit sich selbst. Wenn Sie eines Tages gefährlich nah dran sein sollten, wieder rauchen zu wollen und sich gleich eine anzustecken, dann dürfen Sie das; aber Sie müssen vorher zehn Minuten warten und sich damit auseinandersetzen, was Sie im Begriff sind zu tun. – Danach werden Sie es wahrscheinlich nicht mehr wollen und heilfroh sein, dass es gut gegangen ist. Zwischen dem Impuls und der Tat war eine rettende Hürde. Um den Erfolg zu sichern, hat es sich als hilfreich erwiesen, die private Umgebung möglichst rauchfrei zu halten. Ziehen Sie die Mitmenschen auf Ihre Seite, um Sie wohlwollend zu unterstützen. Wenn Sie hoffen, dass Ihnen nahe stehende Menschen ebenfalls mit dem Rauchen aufhören. Leben Sie es vor allem gut gelaunt vor. Ohne zu sehr gestichelt oder gedrängelt worden zu sein, kommen die anderen am ehesten auf die dann eigene Idee und den Mut, es Ihnen gleich zu tun.
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