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Auch
Vorstufen des Schlaganfalls sind Notfälle Von
Karl
Heinz Bleß „Ein Schreck in der Nacht: Ich werde wach und bin einseitig gelähmt, kann nicht sprechen. Ich bin wie gefesselt und stütze vielleicht sogar. Ich kann meinen Willen nicht mehr umsetzen. Nach 10 bis 30 Minuten klingen die Beschwerden ab, und es scheint alles vorbei zu sein. Doch auch wenn die Beschwerden weg sind, bleibt die lebensbedrohende Gefahr bestehen“, erläuterte Dr. Michael Spillner aus Osterode beim diesjährigen Patiententreffen für Marcumar-Anwender in der Kirchberg-Klinik. Chefarzt Dr. Ernst Knoglinger hatte dazu ehemalige Patienten am 3. Reha-Tag eingeladen. Rund 550 waren in die Sporthalle der Kirchberg-Therme gekommen.
Eine schwerere Form ist ein Hirninfarkt, bei dem die Beschwerden etwa 24 Stunden auftreten. Dr. Spillner bezeichnete dieses als „schlimmes Ereignis“, dass erst recht ein Notfall ist und so schnell wie möglich behandelt werden muss. Die Minderdurchblutung des Gehirns führt zum Absterben von Hirnzellen mit bleibenden Schäden. Beim Schlaganfall bleiben die Symptome noch länger bestehen und es gibt auch nachweisbare Dauerschäden im Hirngewebe. Doch auch beim Schlaganfall gibt es Hoffnung auf eine Besserung der Symptome, denn andere Teile des Gehirns können die Funktionen übernehmen. Es muss nur sehr schnell gehen. Je schneller eine medizinische Behandlung eintritt, desto geringer sind die bleibenden Schäden. „Mit den Erkrankten muss man Geduld
haben“, sagte Spillner
auch in Richtung der Angehörigen, denn viele
Schlaganfall-Patienten kämen in
eine psychische Krise. Und die Persönlichkeit ändere sich
oft. „Der Erkrankte
ist nicht mehr der, der er vorher war“, erläuterte er. Die
Persönlichkeitsveränderung
belasteten Partnerschaften „aufs Äußerste“.
Vom Schlaganfall schwer zu unterscheiden sind selten auftretende Hirnblutungen, erläuterte der Referent weiter. Die Symptome sind die Gleichen wie beim Schlaganfall, die Therapie müsse aber genau umgekehrt sein. Während man bei einem Schlaganfall versuche, die Gerinnung des Blutes zu verringern, um damit auch Thrombosen aufzulösen, sei das bei einer Hirnblutung genau das Falsche. Hier müsse die Blutung schnell gestoppt werden. Um die Ursache der schweren plötzlich auftretenden Erkrankung zu klären, ist eine schnelle Untersuchung im Krankenhaus notwendig. Der Patient muss sofort in die „Röhre“, entweder in den Kernspinntomographen (Ultraschall) und zur Comptutertomographie (Röntgen). Bei diesen bildgebenden Verfahren ist innerhalb von wenigen Minuten zu klären, ob es sich um einen Schlaganfall oder eine Hirnblutung handelt. Über diese Untersuchungsmethoden referierte anschließend Dr. Holger Schwantes aus Herzberg. siehe
auch:
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