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Deutschlands
intensivstes Als Herzinsuffizienz bezeichnet man die Unfähigkeit des Herzens, die benötigte Blutmenge zu pumpen, man spricht deshalb auch von „Pumpschwäche des Herzens“. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden daran. Denn durch die Fortschritte in der Akutmedizin verringert sich die Sterblichkeit durch Herzinfarkte oder andere akute Herzerkrankungen. Zurück bleiben aber dauerhafte Herzschäden, die zu einer chronischen, lebenslang bestehenden Herzschwäche führen. Aus diesen Gründen leiden bereits heute über 10 Millionen Menschen in Europa an der chronischen Herzschwäche. Die Betroffenen müssen regelmäßig Medikamente einnehmen und ihre Lebensweise auf die Krankheit einstellen. Dadurch gewinnen sie lebenswerte Jahre – denn unbehandelt führt die Herzschwäche schneller zum Tode als Krebs. Neben der fachärztlichen Behandlung hat sich in den letzten Jahren die „Hilfe zur Selbsthilfe“ als effektivste Behandlungsform erwiesen. Patienten, die wissen, wie sie sich selbst helfen können, leben länger, mit besserer Lebensqualität und müssen seltener ins Krankenhaus. Verschiedene Institutionen führen deshalb Schulungen für Patienten mit Herzinsuffizienz durch. Das deutschlandweit intensivste
Herzinsuffizienz-Schulungsprogramm wurde von der Kirchberg-Klinik
entwickelt und 2008 erstmalig umgesetzt. In sieben Seminaren lernten
die Teilnehmer alles Wissenswerte über ihre Krankheit und konnten
in fünf praktischen Übungseinheiten das Gelernte gleich
anwenden und üben. Für einen dauerhaften Erfolg wurde das
Schulungsprogramm in das Langzeit-Betreuungsprogramm „Herz-ASS“ der
Krankenkasse BKK MedPlus eingebunden. Dabei kontaktieren speziell
geschulte Mitarbeiter die Herzinsuffizienz-Kranken
regelmäßig zu Hause und helfen Auffälligkeiten und
Probleme mit der Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. So können
Herzschwäche-Notfälle möglichst noch abgewendet werden,
bevor sie entstehen. Die Teilnehmer waren begeistert vom
abwechslungsreich und umfassend gestalteten Programm, das keine Fragen
offen ließ. Das Abschluss-Quiz, das Chefarzt Dr. Knoglinger
mit modernster drahtloser Abstimmungs-Technik vornahm (gleiche
Technik wie bei der Zuschauerfrage im Fernseh-Quiz „Wer wird
Millionär“), absolvierten sie mit Bravour. Damit das Gelernte nicht in Vergessenheit gerät und auch neue medizinische Erkenntnisse weitergegeben werden können, erfolgt alle drei Monate ein halbtägiger Auffrischungskurs. „Alle, die bei der Stange bleiben, können mit einem Rückgang von Herzschwäche-Notfällen um 25% und einer Verlängerung der Lebenserwartung rechnen“ zitiert Dr. Knoglinger die Erfahrungen mit ähnlichen Programmen in den USA. „Unser Programm ist aber noch umfassender, so dass wir sogar noch bessere Ergebnisse erwarten dürfen“. Die Kirchberg-Klinik leistet damit Pionierarbeit und einen wichtigen Beitrag zur Versorgung herzkranker Patienten in unserer Region.
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