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Telemedizin
erleichtert Herz-Kreislaufkontrolle Von
Karl
Heinz Bleß Chronisch Herzkranke können ihren Gesundheitszustand ab sofort laufend überwachen lassen. Die Kirchberg-Klinik und das dort angeschlossene Medizinische Versorgungszentrum beteiligen sich an einem bundesweiten Telemedizinprojekt, das die Personal HealthCare Telemedicin Service GmbH (PHTS) in Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Taunus Betriebskrankenkasse und der Innungskrankenkasse aufgebaut hat. Über die Kirchberg-Klinik können Herzpatienten in dieses Projekt aufgenommen werden. Zunächst werden die Patienten geschult, damit sie ihre Krankheit besser verstehen und sich gesundheitsbewusst verhalten. Dazu gehört die richtige Ernährung und körperliches Training, aber auch der Umgang mit den Messinstrumenten. Patienten die an diesem Projekt mitmachen, sollten regelmäßig ihren Puls und ihr Gewicht messen. Auch ein EKG können sie selbst aufzeichnen lassen. Entsprechende Geräte stellt ihnen das telemedizinische Zentrum zur Verfügung und richtet sie ein. Die Patienten mit
chronischer
Herzschwäche wiegen sich
regelmäßig morgens und messen ihren Blutdruck. Die Das PHTS in Düsseldorf ist mit medizinischen Fachleuten besetzt, die sofort sagen können, wenn sich ein Patient an seinen Hausarzt oder Kardiologen wenden sollte. Bei einem medizinischen Notfall rufen sie sogar den Notarzt. Dr. Ernst Knoglinger, Chefarzt der Kirchberg-Klinik, unterstreicht die Vorteile für chronisch herzkranke Patienten: „Ein besonderes Problem bei Patienten mit Herzsuffizienz (Herzschwäche) ist, frühzeitig eine klinische Verschlechterung zu erkennen. Die kann sich zum Beispiel durch eine Gewichtszunahme als Folge von Wassereinlagerungen ankündigen. Der Patient nimmt die Symptome häufig erst zu spät wahr. Die übermittelten Daten zeigen bereits sehr früh behandlungspflichtige Entwicklungen.“ Einen weiteren Vorteil sieht Dr.
Karsten
Gericke, Leiter des
Medizinischen Versorgungszentrums „Am Kirchberg“: „In der
Nachbehandlung beim
Hausarzt und der regelmäßigen Kontrolle beim Kardiologen
bietet die
elektronische Patientenakte, die für alle beteiligten Ärzte
einzusehen ist,
einen wirklichen Fortschritt in der Behandlung dieser Patienten.“ |