
Endokarditis-Prophylaxe – neue
Empfehlungen
Von
Chefarzt Dr. Ernst Knoglinger
Wie beugt man einer
fiebrigen Herzklappenentzündung (Endokarditis) wirksam vor?
Patienten mit
Herzklappenfehlern, aber auch Menschen mit künstlichen Herzklappen,
gleichgültig ob biologisch oder mechanisch, sind für eine Endokarditis
gefährdet. Sie müssen deshalb in allen Situationen, die zu einem Übertritt
von Bakterien in die Blutbahn führen können, vorsorglich ein Antibiotikum
einnehmen, damit die Erreger in der Blutbahn abgetötet werden, noch bevor sie
die Herzklappe erreichen.
Diese medikamentöse
Vorsorge heißt „Endokarditis-Prophylaxe“. In den letzten Jahren
haben verschiedene Empfehlungen bei den betroffenen Patienten, wie auch bei
ihren Ärzten, für Verwirrung gesorgt.
Die Deutsche Gesellschaft
für Kardiologie – Herz- und Kreislauf-Forschung – hat deshalb vor
zwei Jahren neue Empfehlungen für die deutsche Ärzteschaft herausgegeben.
Diese Empfehlungen beschreiben genau, bei welchen Herzfehlern die Prophylaxe
vorgeschrieben ist und welche Medikamente eingesetzt werden sollen. Auch für
allergische Patienten, die Penicillin nicht vertragen, sind Ersatzmedikamente
aufgeführt. Die Empfehlungen können unter www.dgkardiol.de
abgerufen werden.
Mitglieder des
Patientenclubs der Kirchberg-Klinik können die neuen Empfehlungen bestellen
(Telefon 0 55 24 / 85 92 12). Wie alle Leistungen des Patientenclubs
ist die Bestellung für Mitglieder kostenfrei.
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(Die
Deutsche Herzstiftung hat ein Merkblatt "Empfehlungen zur
Endokarditis-Prophylaxe" im Juli 2004 herausgebracht, das sich
vorwiegend an Ärzte und Zahnärzte richtet. Es kann hier als pdf-Datei (1,22
MB) heruntergeladen werden.
Jetzt downloaden!)
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